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Formen und Pressen

Über das Trockenpressen
Das Trockenpressen ist aufgrund seiner hohen Effizienz und geringen Maßabweichung der Formteile das am weitesten verbreitete Formgebungsverfahren und eignet sich besonders für Keramikprodukte mit geringen Wandstärken, wie z. B. Keramikdichtungsringe, Keramikkerne für Ventile, Keramikprofile, Keramikhülsen usw.
Bei diesem Verfahren wird das nach der Sprühgranulation gut fließfähige Pulver in eine Hartmetallform gefüllt. Durch einen im Formhohlraum verschiebbaren Eindringkörper wird Druck ausgeübt, der die Partikel neu anordnet und verdichtet, um einen keramischen Grünling mit bestimmter Festigkeit und Form zu bilden.

Über isostatisches Pressen
Isostatisches Pressen, auch Kaltisostatisches Pressen (CIP) genannt, kann je nach Formgebungsverfahren in zwei Formen unterteilt werden: Nassbeutel und Trockenbeutel.
Das isostatische Pressverfahren mit nassem Beutel beinhaltet das Einbringen des granulierten Keramikpulvers oder des vorgeformten Rohlings in einen verformbaren Gummibeutel. Der Druck wird durch die Flüssigkeit gleichmäßig über das Pressmaterial verteilt, und der Gummibeutel wird nach Abschluss des Pressvorgangs entnommen. Es handelt sich um ein diskontinuierliches Formverfahren.

Im Vergleich zum Stahlformenpressen bietet das isostatische Pressen folgende Vorteile:
1. Herstellen von Teilen mit konkaven, hohlen, länglichen und anderen komplizierten Formen
2. Geringer Reibungsverlust und hoher Formdruck
3. Druck in allen Aspekten, gleichmäßige Dichteverteilung und hohe Kompaktfestigkeit.
4. Niedrige Formkosten


Veröffentlichungsdatum: 14. Juli 2023