Rundschleifen
Rundschleifen (auch Spitzenschleifen genannt) dient zum Schleifen zylindrischer Flächen und Kanten von Werkstücken. Das Werkstück wird auf Spitzen eingespannt und mittels eines Spitzenantriebs gedreht. Schleifscheibe und Werkstück werden von separaten Motoren mit unterschiedlichen Drehzahlen angetrieben. Der Tisch ist verstellbar, um Kegel zu erzeugen. Der Schleifkopf ist schwenkbar. Es gibt fünf Arten des Rundschleifens: Außenschleifen, Innenschleifen, Einstechschleifen, Tiefschleifen und spitzenloses Schleifen.
Außendurchmesserschleifen
Beim Außenschleifen wird die Außenfläche eines Werkstücks zwischen zwei Spitzen bearbeitet. Die Spitzen sind Endstücke mit einem Drehpunkt, der die Rotation des Werkstücks ermöglicht. Die Schleifscheibe rotiert ebenfalls in dieselbe Richtung, wenn sie mit dem Werkstück in Kontakt kommt. Dadurch bewegen sich die beiden Oberflächen beim Kontakt in entgegengesetzte Richtungen, was einen ruhigeren Lauf und ein geringeres Risiko von Verstopfungen ermöglicht.
Innendurchmesserschleifen
Innenschleifen bezeichnet das Schleifen an der Innenseite eines Werkstücks. Die Schleifscheibe ist stets kleiner als der Durchmesser des Werkstücks. Das Werkstück wird von einer Spannzange gehalten, die es gleichzeitig dreht. Wie beim Außenschleifen rotieren Schleifscheibe und Werkstück in entgegengesetzte Richtungen, wodurch ein umgekehrter Kontakt der beiden zu bearbeitenden Flächen entsteht.
Die Toleranzen für das Rundschleifen liegen bei ±0,0005 Zoll (13 μm) für den Durchmesser und ±0,0001 Zoll (2,5 μm) für die Rundheit. Bei Präzisionsarbeiten sind Toleranzen bis zu ±0,00005 Zoll (1,3 μm) für den Durchmesser und ±0,00001 Zoll (0,25 μm) für die Rundheit möglich. Die Oberflächenrauheit reicht von 2 Mikrozoll (51 nm) bis 125 Mikrozoll (3,2 μm), wobei typische Werte zwischen 8 und 32 Mikrozoll (0,20 bis 0,81 μm) liegen.
Veröffentlichungsdatum: 14. Juli 2023
